a

Geschichte wie der Kaffee nach Europa kam

Eine Kaffeebohne Ein Sack voller Kaffeebohnen Auch über das Meer wurde Kaffee transportiert

Die Legende

Eine Legende besagt, dass der Kaffee einst von einem Hirten in Äthiopien in der Region Kaffa entdeckt wurde. Er beobachtete, dass seine Viehherde von einem Busch mit roten Beeren fraß und überaus aktiv wurde. Der Hirte beschloss, sich selbst ein Getränk aus den Beeren zu machen. Auch er beobachtete an sich selbst keine Müdigkeitserscheinungen.

11. Jahrhundert

Die Entdeckung des Kaffees geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Der Kaffee gelangte von Äthiopien nach Arabien. Das Wort Kaffee hat seinen Ursprung im altarabischen Wort Qahwah, was soviel bedeutet wie «das Erregende».

15. Jahrhundert

Der Kaffee breitete sich über Mekka und Medina in das arabische Großreich aus und gelangte dann nach Kairo.

16. Jahrhundert

Der Kaffee gewann immer mehr an Bedeutung in Arabien, Kleinasien, Syrien, Ägypten und im südöstlichen Europa. 1530 und 1532 eröffneten die ersten Kaffeehäuser in Damaskus und Aleppo.

1615

Durch venezianische Großhändler gelangte der Kaffee schließlich nach Europa. Auch in Europa entstanden schnell neue Kaffeehäuser. Von Europa aus wurde der Kaffee in die ganze Welt getragen.

17. Jahrhundert

Kaffeebäume werden in Treibhäusern gezüchtet.

20. Jahrhundert

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Brasilien Haupt-Kaffeeproduzent. Unsere heutigen Kaffeebohnen kommen überwiegend aus Afrika, Zentral- und Südamerika. Rund 150 Millionen Säcke Kaffeebohnen finden jährlich den Weg nach Europa.

Sorten der Kaffeebohne

Robusta

Arabica

Es gibt vierzig verschiedene Sorten. In den letzten Jahrzehnten hat sich allerdings das Angebot hauptsächlich auf die beiden Sorten Arabica (Coffea arabica) und Robusta (Coffea canephora, Syn. robusta) reduziert.

Robusta-Bohne Grade eingeschnitten Doppelter Koffeingehalt Lange
Crema
Zur Robusta

Die Robusta Pflanze wird etwa 10m hoch und gilt als widerstandsfähig. Sie kann gut auf 200 bis 300m Höhe überleben und hat so gut wie keine Feinde, wie Parasieten. Die Bohnen sind rundlich und klein und haben einen geraden Einschnitt in der Mitte. Die erdig schmeckende Robustabohne gilt als guter Wachmacher mit einem Koffeingehalt von 2 bis 4,5 Prozent.

Arabica-Bohne Geschwungener Einschnitt Weniger Chlorogensäure Starker Duft
Zur Arabica

Die Arabica Pflanze wird etwa 6-8m hoch und werden oftmals auf 900 bis 2000m Höhe angebaut. Die Bohnen sind groß, flach und – je nach Herkunft – mal mehr oder weniger deutlich geschwungen. Die Arabicabohne gilt als herzschonend und hat einen Koffeingehalt zwischen 1,1 und 1,7 Prozent. Im Geschmack ist die Arabicabohne weicher, aromatisch und weniger bitter.